Buchenholz als nachhaltiger Dämmstoff für die Bauwirtschaft

Forschende des Fraunhofer WKI haben gezeigt, dass sich Buchenholz für leistungsfähige Dämmmatten und Schäume eignet. Ein Anwendungsbeispiel sind mit Buchenholzfasern gefüllte Hochlochziegel. Zudem liegt ein finales Konzept für eine Pilotanlage zur Herstellung dieser Dämmstoffe vor. Da Klimawandel und Waldumbau das Nadelholzangebot verändern, wächst der Bedarf an alternativen Rohstoffen für Dämmstoffe. Buchenholz steht in größeren Mengen zur Verfügung und bietet das Potenzial für eine nachhaltige Alternative.
»Mit Buchenholzfasern schaffen wir eine nachhaltige Perspektive für die Bauwirtschaft und erschließen zugleich eine hochwertige Nutzungsmöglichkeit für Buchenholz«, sagt Dr. Nina Ritter, Gruppenleiterin am Fraunhofer WKI.
Im Projekt entwickelte das Team Dämmstoffmatten aus Buchenholzfasern mit wettbewerbsfähiger thermischer Leistung. Optimierte Verfahren verbesserten die Faseraufbereitung, die Materialmischung und die Dämmwirkung. Auch Untersuchungen zu Brandschutz sowie mechanischen und hygrischen Eigenschaften bestätigen die grundsätzliche Eignung der Buchenholzdämmstoffe für Hochlochziegel und den Baustelleneinsatz.
Gemeinsam mit dem Ziegelwerk Bellenberg Wiest GmbH & Co.KG testete das Forschungsteam die Füllung von Hochlochziegeln erfolgreich inder Praxis. Zudem zeigte das Projekt, dass sich die gefüllten Ziegelnach dem Rückbau trennen und die Dämmstoffe in einen weiteren Nutzungszyklus überführen lassen.
Damit eröffnet Buchenholz eine wirtschaftlich attraktive und ressourcenschonende Perspektive für die Bauwirtschaft. Auch ein Einsatz des Holzschaumgranulats in Transportverpackungen ist denkbar.
Förderung
Gefördert wurde das Projekt vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMELH) über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) unter dem Förderkennzeichen 2221HV003A bis 3C.
Weitere Informationen:
https://www.wki.fraunhofer.de/de/presse-medien.html
Autor:
Anna Lissel Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Fraunhofer-Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut (WKI)
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